Sonntag, 15.00-16.30
Halle
Format
Live-Podcast
Ticket-Info
Kein Ticket nötig: Wer kommt, ist dabei – solange es Platz hat.
Worum es geht
Mit Zerbruch kennen sich Sarah Staub (@die.fromme.Haeretikerin) und Jason Liesendahl (Autor von «Gott kann auch nicht alles») ganz gut aus. Im Live-Podcast «schöner glauben» sprechen die beiden am RefLab Podcast Festival über eine Welt, die von Krise zu Krise taumelt – und dabei wenig Rücksicht auf persönliche Brüche nimmt.
Gemeinsam mit den Zuhörenden stellen sie sich der bedrohlichen Frage: Steuern wir auf den kollektiven Untergang zu? Und wenn ja – kann man wenigstens schön untergehen oder gibt es doch noch Hoffnung, die mehr ist als Thoughts and Prayers?
Wenn es eine Stimme gibt, die den christlichen Glauben aus der ästhetischen Misere der Neonkreuze und Lobpreis-Playlists befreien wollte, dann war es die von Jason Liesendahl. Als Initiator von «Schöner glauben» hat er den Grundstein für einen Podcast gelegt, der Glaube neu denkt – jenseits von theologischer Besserwisserei und spiritueller Selbstoptimierung nach dem Motto «5 Gebete für mehr Erfolg». Heute wird das Format von einem Team engagierter Hosts getragen, die sich gemeinsam der Frage widmen: Wie kann Glaube heute offen, reflektiert – und ja, vielleicht sogar schön sein?
Mit einem wachen Blick für Dekonstruktion, Inklusion und gesellschaftliche Verantwortung hinterfragt «Schöner glauben» Traditionen, die sich überlebt haben, und gibt Raum für ehrliche, manchmal unbequeme Fragen. Jenseits von Klischees und kirchlichen Floskeln denkt der Podcast Glaube neu – ästhetisch, kritisch und gesellschaftlich relevant.
Beim RefLab-Podcastfestival spricht Jason mit der Pfarrerin und Aktivistin Sarah Staub, ebenfalls Teil des «Schöner glauben»-Teams und bekannt aus dem Podcast «Zweifelclub» und dem Kollektiv «Glaubensweite». Als Methodistin setzt sie sich leidenschaftlich für einen Glauben ein, der inklusiv, gerecht und politisch wach ist. Besonders ihre Aufklärungsarbeit zum rechten Christentum und Dis/ability Theology hat sie zu einer gefragten Stimme in theologischen und gesellschaftlichen Debatten gemacht. Sarah ist regelmässige Gastautorin bei RefLab.ch – hier findest du ihre Artikel.
Podcaster:innen
Jason Liesendahl und Sarah Staub

Die These: Prophetie und Zukunftsforschung haben mehr gemeinsam, als man denkt. Beide beginnen mit einer genauen Gegenwartsdiagnose. Beide öffnen ein Spektrum möglicher Zukünfte. Und beide tragen das prophetische Vielleicht in sich – die Erkenntnis, dass die Zukunft nicht festgelegt ist, solange Menschen handeln.
Von dort aus geht es zu Jona: dem widerwilligen Propheten, der mit Gott hadert, weil er ahnt, dass selbst der Erzfeind Israels gnädig behandelt werden könnte. Zu Jeremia und Jesaja, die eine politische Selbsttäuschung benennen und trotzdem Hoffnung verkünden. Und schließlich zu Jesus – als Zukunftsforscher gelesen: einer, der die Gegenwart des ersten Jahrhunderts präzise analysiert, Szenarien entwirft, zum Handeln einlädt und dabei sagt: Fürchtet euch nicht.
Dazwischen: Was Schule mit moralischen Ambitionen zu tun hat – und warum sie es zu selten tut. Warum die Rechten gerade die einzigen sind, die eine Zukunftserzählung haben. Was jüdische Rabbiner über die Wiederkunft des Messias denken. Und warum Monotheismus ausgerechnet in der tiefsten Krise entsteht.
Eine Folge, die all over the place ist – und genau deshalb irgendwo landet.
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