Sonntag, 15.00-16.30
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Worum es geht
Warum die apokalyptische Naherwartung (sowieso) eine optische Täuschung ist
Am RefLab-Festival diskutieren Ijoma Mangold und Lars Weisbrod über die Historizität von Weltuntergängen und warum Technik schon oft die Lösung war.
Der «Gegenwarts-Check» am Anfang jeder Podcastfolge ist legendär, die Gespräche pointiert, lustvoll und hochaktuell: Die ZEIT-Feuilleton-Redakteur:innen Nina Pauer, Ijoma Mangold und Lars Weisbrod greifen in «Die sogenannte Gegenwart» Phänomene auf, die sich eben erst entwickeln, aber unsere Gesellschaft prägen. Sie beobachten Gegenwarts-Gewitter, prognostizieren Grosswetterlagen und analysieren die Sternschnuppen und Regenschauer unserer Zeit.
Podcaster
Ijoma Mangold und Lars Weisbrod

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Der anonyme Autor des Buches nennt sich »Bronze Age Pervert«, unter diesem Pseudonym war er schon vor 2018 auf Twitter zu einiger Bekanntheit gelangt. Der Bronze Age Pervert sieht sich selbst als einen Nietzsche-Nachfolger, der sehr viel Philosophie gelesen hat und vom nietzscheanischen Übermenschen träumt. Seine Helden: die griechischen Heroen der Bronzezeit wie Achill und Odysseus, die keine Moral kannten, sondern nur für Schönheit, Ruhm und Stärke lebten. Moral ist für Bronze Age Pervert nur ein Mittel egalitärer Gesellschaften, große Individuen kleinzuhalten. Dieses System nennt er »das Langhaus« – dem Konformismus des Langhauses gilt es zu entkommen, um wieder ein heroisches, großes Leben in Schönheit und Stärke führen zu können. Mit Nietzsche kämpft er gegen den »Aufstand der Sklavenmoral« und für ein glanzvolles neues Barbarentum – für die »blonde Bestie«, wie es bei Nietzsche heißt.
Man kann und muss dem Buch »Bronze Age Mindset« vieles und das Schlimmste vorwerfen: Es ist antisemitisch, rassistisch und misogyn. Aber eins ist es nicht: banal oder ungebildet. Leider im Gegenteil. Wie funktioniert menschenverachtendes, faschistisches Denken für unsere Gegenwart? Dieser ungemütlichen Frage gehen Ijoma Mangold und Lars Weisbrod nach in der neuen Folge von »Die sogenannte Gegenwart«.
Patrick Deneens Aufsatz »Wir sind jetzt alle Postliberale« findet sich in dem von Veith Selk und Julian Nicolai Hofmann herausgegebenen Band »Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte«.
Leo Strauss’ Aufsatz »Three Waves of Modernity« im Volltext hier:
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