Samstag, 10.30-12.00
Workshopraum
Format
Workshop
Ticket-Info
Kein Ticket nötig: Wer kommt, ist dabei – solange es Platz hat.
Worum es geht
Im Podcast «Unter freiem Himmel» treffen sich Nomaden-Christ:innen alle zwei Wochen am digitalen Lagerfeuer. In diesem Workshop diskutieren wir zum ersten Mal auch live, wie Glaube an Gott im 21. Jahrhundert aussehen kann.
«Alles wird gut», heisst unser Festival. Doch manchmal ist es eben nicht gut und es erscheint auch kein Silberstreifen am Horizont. «Not lehrt beten», heisst es, und «aus Kummer entstehen die schönsten Lieder». Aber was nützt Gebet, was hilft Kunst, wenn sich eine Situation nicht ändern lässt?
Mit dabei ist Tamara Boppart. Bei «Central Arts» fragt sie, was sich an der Schnittstelle von Kunst und Glaube befindet.
Wie immer beim Podcast «Unter freiem Himmel» und den dazugehörigen Videos gibt’s einen theologischen Impuls von Evelyne Baumberger, Theologin, Podcasterin und Co-Leiterin des RefLab. Diesmal zum biblischen Genre der «Klagelieder» und «Klagepsalmen».
Bring deine Fragen, Erfahrungen und Gedanken ein – und schreib deinen eigenen Klagepsalm.
Hosts
Evelyne Baumberger, Tamara Boppart

Wie kann Glaube an Gott im 21. Jahrhundert aussehen? Was aus der christlichen Tradition übernehmen wir, was ist nicht mehr zielführend? Zwischen diesen Themen hat auch Aktualität Platz. Glaube mit Herz, Kopf – und manchmal auch Zweifeln: Zwischen Theologiestudium und Hiking Church, zwischen reformierter Tradition und digitaler Kirche.
Theologin Evelyne Baumberger macht seit 2020 kurze Videos zu diesen Themen (findet man in der YouTube-Playlist von RefLab), der Podcast ist eine Vertiefung dieser Videos.
Ich freue mich über Fragen und Themen-Ideen – gerne per Kommentar oder per Mail an contact@reflab.ch!
Worauf wir warten
In der dunklen Jahreszeit, im Advent, scheinen viele Lichter auf, Kerzen geben Wärme – und trotzdem sind Kälte und Dunkelheit immer wieder zu spüren. In dieser Zeit erinnere ich mich an eine Podcastfolge, die ich vor etwa einem Jahr aufgenommen habe. Sie gehört thematisch nicht in den Advent, passt aber sehr gut, deswegen spiele ich sie nochmals ein.
Es geht um Licht, das in die Welt scheint, aber auch um das weihnachtliche Bild des Friedenskönigs, der kommt:
Im «Unser Vater»-Gebet gibt es die Zeile «Dein Reich komme». Der Begriff «(König-)Reich» klingt jedoch fremd, er birgt im besten Fall Assoziationen an Märchenwelten – im schlechteren an Nationalismus und Dominanzherrschaft. In der Podcastfolge erkläre ich, was damit in der Zeit von Jesus gemeint war.
Zudem kam mir durch die theologische Recherche der Gedanke, diese Zeile zu beten sei, wie das Gesicht in die Sonne zu halten. Sich von Schimmern des Lichts anstrahlen zu lassen, wo sie im Alltag aufscheinen, und sie zu reflektieren.
Wenn es dir geht wie mir, sehnst du dich vielleicht in diesen Tagen vermehrt danach, mal kurz die Augen zu schliessen und das Gesicht von Sonnenstrahlen wärmen zu lassen. Innezuhalten und sich bewusst zu machen, dass Frieden und Licht nichts damit zu tun habe, dass ich möglichst viel leiste. Sondern mit der Fähigkeit, Mensch zu sein, Liebe zu empfangen und weiterzugeben.
Die Gedanken aus der «Unser Vater»-Folge zur Zeile «Dein Reich komme» kannst du hier im Detail nachlesen.

